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Förderverein Abbé George


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Bescheidene Anfänge

Projekt

Abbé George: "Am 6. Juli 1993 kam ich zum ersten Mal nach Magara. Hunger, Aids und armutsbedingte Krankheiten sind weit verbreitet. Der Weg bis zur nächsten Krankenstation ist 25 km weit. In entwickelten Ländern findet man überall öffentliche Verkehrsmittel. Hier aber gibt es keine vergleichbaren Fahrzeuge. Der Weg zur Krankenstation muss von den Kranken zu Fuß zurückgelegt werden Schwangere Frauen müssen ihre Kinder ohne medizinische Hilfe zur Welt bringen. Erschreckend wird klar, warum hier eines von fünf Kindern stirbt, bevor es fünf Jahre alt wird. Die meisten von ihnen sterben an vermeidbaren und einfach zu behandelnden Krankheiten, wie Durchfall."


Zuerst hatten wir nur Lehmhütten. Dann entstand unsere Kirche.

"Im Januar 1993 fingen wir in Magara mit dem Aufbau eines Pfarrhauses an. Im Oktober begann der Bürgerkrieg. Zunächst sollte unsere Gegend noch verschont bleiben. Der weitere Ausbau des Pfarrhauses konnte so ungehindert stattfinden.




Im Januar 1994 wurde mit dem Bau der Kirche begonnen. Und fast zwei Jahre später konnte hier der erste Gottesdienst mit 500 Gläubigen gefeiert werden.

Leider war die Freude der Bevölkerung nur von kurzer Dauer, weil auch uns 1995 der Bürgerkrieg konkret bedrohte. Um die Sicherheit der Leute zu gewährleisten, mussten die Arbeiten eingestellt werden. Viele flohen in andere Regionen oder ins Ausland. Einige blieben trotz großer Gefahr im Dorf.

Auch ich entschied mich zu bleiben, um mit meiner pastoralen Arbeit fortzufahren. Die Situation war schwierig. Viele Menschen wurden während des Krieges inhaftiert oder gar ermordet. 1997 wurde ich verhaftet und musste für fast drei Jahre ins Gefängnis. Ende 1999 wurde ich als unschuldig anerkannt und freigelassen, verließ Burundi und ging nach Deutschland."


"Bei meiner Ankunft in Magara fand ich eine katastrophale Situation der Menschen vor. Meine Aufgabe sah ich darin, mich um den Geist der Menschen zu kümmern, ohne dabei ihre Körper zu vergessen. Körper und Geist stehen in engem Zusammenhang.


Der Bürgerkrieg hat Burundi ruiniert. 13 Jahre dauerte der brutale Konflikt. Fast in jeder Familie kamen Menschen um - insgesamt mehr als 300.000. Jetzt herrscht zwar Frieden, doch die Folgen von Krieg, Flucht und Vertreibung machen den Überlebenden sehr zu schaffen."


Provisorium in Plastik

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